Das kosmische Gebet

Das kosmische Gebet ist eine im Stehen oder auch im Fersensitz praktizierbarer Übungszyklus, in welchem sieben Sätze oder Mantren* mit symbolischen Arm- und Handbewegungen verbunden werden.

Obwohl die Übung „Gebet“ genannt wird, ist sie ohne jegliche konfessionelle Bindung oder Tendenz, sondern beschäftigt sich damit, in welchem Verhältnis der Mensch zum übergeordneten Kosmos steht und beschreibt einen geistigen Entwicklungsweg des Menschen.

Diese rhythmische Bewegungsabfolge in sieben Schritten wird von den nachfolgenden Gedanken getragen:

(1) Der Beginn
(2) Liegt in der Bereitschaft
(3) Zur Blume zu wachsen
(4) Weit dem Lichte geöffnet
(5) Zur Mitte sich wendend
(6) Mit Anerkennung
(7) Und Hingabe

Zur Ausführung:

Seien Sie sich des umgebenden Raumes und des eigenen Körpers bewusst. Achten Sie auf einen freien und leichten Atem. Die Arme bewegen sich in Leichtigkeit durch das luftige Element; Schultern und Nacken bleiben entspannt.
Stellen Sie sich jeden Satz oder Begriff als eine lebendige Idee vor, die Sie in die Bewegung hineinlegen.
Die Übung kann 5 – 10 mal wiederholt werden.

Die Übung wirkt vor allem beruhigend auf das Nervensystem, da eine geordnete mentale Aktivität erfolgt. Auf den Körper bezogen werden die Schulterregion und der Brustkorb durch die seitliche Ausdehnung der Arme leicht belebt sowie die Wirbelsäule sanft aufgerichtet.

  • Ein Mantra (Sanskrit) besteht aus einer Silbe, einem Wort oder Wortzyklus, der eine intensive und tiefe Wahrheit beschreibt.

Literatur:

Heinz Grill, Übungen für die Seele, 2. 128 ff., Synergia Verlag