Vom Konflikt zum Neubeginn

Diesem umfangreichen und komplexen Thema ist eine Reihe von drei Vorträgen mit Gespräch gewidmet.
Sie dienen der Orientierung, wenn Menschen ihren Konflikt nicht mehr selbst lösen können, welche unterschiedlichen Möglichkeiten für eine Lösung bestehen und was die Konsequenzen sind oder nicht sind. So wird ein vor Gericht ausgetragener Nachbarschaftsstreit nur die rechtliche Frage klären, ob beispielsweise die Hecke geschnitten oder versetzt werden muss. Es wird eine Entscheidung nur auf der Sachebene erfolgen. Eine psychisch-emotionale Problematik auf der Beziehungsebene wird aber nicht angeschaut und kann weiteren Streit bedingen. Dann kann es sinnvoll sein, wenn eine oder beide Parteien – mit Unterstützung eines Dritten – eine Klärung auf dieser Ebene des sozialen Miteinanders anstreben und für die Zukunft bessere Verhältnisse schaffen wollen.
Ein weiterer Aspekt, der beleuchtet werden soll, ist das eigene Konfliktverhalten. Wie kann ein verantwortungsbewusster Umgang mit Konflikten entstehen, der nicht zu weiterer Eskaltion und Verletzung führt? Wie kann der Mensch an Konflikten oder Krisen innerlich wachsen und sich weiterentwickeln? Wie kann er ein Ideal oder Ziel entwickeln, das wegweisend für die Zukunft ist und einen wirklichen Neubeginn darstellt?



Donnerstag, 20. Februar 2020, 19 – 21 Uhr, Bad Tölz
Streit, Konflikt & Co.
Zum Anwalt, Gericht oder Mediator? Oder besser zum Coach und Therapeuten?
So individuell, wie der Mensch ist, sind auch die Konflikte und damit verbundene Fragen, Herausforderungen und Lösungen.
– Überblick über die verschiedenen Ansätze und ihre Unterschiede: was unterscheidet ein gerichtliches Verfahren von einer Mediation und wie verhalten sich diese zu einer (Lebens-)beratung oder Therapie?
– An Hand welcher Kriterien können Entscheidungen zugunsten einer oder mehrerer Möglichkeiten getroffen werden?

Donnerstag 19. März 2020, 19 – 21Uhr, Bad Tölz
Konflikte verstehen und lösen (lernen)
Wie entstehen Konflikte und welchen Sinn haben sie?
Wie ist das eigene Konfliktverhalten? Vermeidung, Streitlust und Konfliktfähigkeit.
Wann und wie können Konflikte selbständig gelöst werden, wann ist es sinnvoll sich von Dritten unterstützen zu lassen?
Vom Konflikt zum Neubeginn: zukunftsorientierte Perspektiven schaffen und umsetzen.
Vortrag mit Gespräch

Donnerstag 23. April  2020, 19 – 21 Uhr, Holzkirchen
Konflikte verstehen und lösen
Was ist eigentlich Mediation? Grundlegendes zum Verständnis und Verfahren
– Integrierte Mediation: Konflikte selbstbestimmt lösen.
– Wie entstehen Konflikte und welchen Sinn haben sie?
– Wie ist das eigene Konfliktverhalten: Vermeidung, Streitlust und Konfliktfähigkeit
– Vom Konflikt zum Neubeginn: zukunftsorientierte Perspektiven schaffen und umsetzen.
Vortrag mit Gespräch

Die 12 heiligen Rauhtage

Die Zeit zwischen den Jahren, die zwölf Tage und Nächte zwischen Weihnachten und Heilig Dreikönig, war für viele Menschen immer eine besondere Zeit: altes Brauchtum berichtet vom Vertreiben der bösen Geister, dem Ausräuchern von Heim und Hof bis zu dem Glauben, in dieser Zeit keine Wäsche waschen und zum trocknen aufhängen zu dürfen und ist in vielen Büchern und überliefertem Wissen belegt.
Nun hat der heutige moderne Mensch meist mit den bösen Geistern nicht mehr viel am „Hut“, an deren Stelle sind Einflüsse wie Fremdbestimmung, Manipulation, Lüge, überzogener Konsum und überhöhte Anforderungen getreten, mit denen sich der Mensch das ganze Jahr plagen darf.
Wofür stehen nun diese Rauhtage? Wie kann sie der Mensch sinnvoll nutzen?
Das Gedicht „Die zwölf heiligen Rauhtage“ von Heinz Grill lädt ein die Stimmung dieser Zeit kennen zu lernen als ein unbesätes Feld, in das der Mensch seine Gedanken einsäen kann für das bevorstehende Jahr:

Licht,
kräftigendes, ätherisches Licht
unter der Himmelsbläue der karsten Wintertage.

Fruchtbare, fröstelnde Sphäre,
im Winterlichte glitzert
ein unbesätes Feld der Hoffnung,
das Jahr steht bevor.

Wir sind es,
die säen selbst
alle großen Gedanken
in das fruchtbringende Licht der Sphäre.

Gedicht von Heinz Grill,
Begründer des Neuen Yogawillen

Ich denke, dass es für den Menschen heute von großer Wichtigkeit ist sich konkrete Ziele zu setzen und so das Leben besser steuern und gestalten zu können.
Selbst denken als gedacht oder gelenkt zu werden, führt zu größerer Freiheit und Selbstbestimmung, die ja auch in unserem Grundgesetz in Art.2 verankert sind.
Dafür bedarf es aber erfahrungsgemäß einer eigenständigen Aktivität und Bemühung, um die gesetzten Ziele auch Schritt für Schritt umzusetzen.
Wer gerne Yoga übt kann dem Sonnengruß die zwölf Monate zugrunde legen: jede der 12 Positionen entspricht einem Monat. Die erste der 12 Positionen ist der Beginn im Dezember: die Hände werden im atmanjali-mudra an das Herz geführt, der Halbmond entspricht dem Januar usw. bis sich das Jahr mit dem November, dem Absenken der Arme und Rückkehr, rundet und ein neuer Jahreskreis beginnt.
Schön ist auch die Waage mit der Vorstellung eines weiten, freien und neuen Raums zu praktizieren, in den man sich horizontal – zuerst in das hintere Bein, dann die Arme nach vorne bei entspanntem Nacken – ausdehnt.
Die Fotos zum Sonnengruß und der Waage finden sich in früheren Beiträgen.