Der Mensch und das Kreuz

Welche Bedeutungen hat das Kreuz und in welcher Beziehung steht der Mensch zum Kreuz?

Gipfelkreuz am Hirschberg

 

Ägyptisches Kreuz – Ankh: Symbol für das Weiterleben nach dem Tod?

 

Rund um das Thema Kreuz gab es in letzter Zeit viel Bewegung und auch aufgeregte Diskussionen unter den Menschen.
Am 1.6.2018 ist in Bayern der viel diskutierte und polarisierende sog. Kreuzerlass in Kraft getreten:
„Im Eingangsbereich eines jeden Dienstgebäudes ist – als Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns – gut sichtbar ein Kreuz anzubringen.“
Die gesetzliche Regelung, die geändert wurde, ist die Allgemeine Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaates Bayern (AGO).

Das Kreuz als Ausdruck geschichtlicher und kultureller Prägung Bayerns?
Was kann man sich darunter vorstellen? „Der Mensch und das Kreuz“ weiterlesen

Die Waage – tuladandasana

Die Waage ist eine dynamische Asana, die Spannkraft und Gleichgewicht vereint.

Auf einem Bein stehend, das sensibel und aufmerksam das Gleichgewicht hält, trägt der Übende den Körper weit in den Raum hinaus. Der Körper bildet eine horizontale Linie; das nach hinten ausgestreckte Bein erhebt sich leicht. Die Dynamik setzt in der Mitte des Rückens an auf Höhe des Sonnengeflechts oder manipura-cakras. Aus dieser Mitte streckt sich der Übende in das fliegende Bein nach hinten und nach vorne bis in die Arme hinein. Die Schultern und der Nacken bleiben entsapnnt und der Atem fließt, trotz der zunehmenden Anspannung aus der Mitte des Rückens, frei und ungezwungen.
Der Übende erlebt ein Zentrum in sich und eine Gliederung nach außen.
Üben Sie beide Seiten mehrere Male und halten Sie die Stellung bei frei fließenden Atem bis zu ca. 20 Sekunden.

Eine einfachere aber im Erleben ähnliche Variante stellt folgende Übung dar:

Aus dem Stand wird die Mitte des Rückens, das Sonnengeflecht, angehoben und in eine leichte Durchspannung aufwärts – bei entspannten Schultern und Nacken – geführt. Dann wird ein Bein nach hinten gestreckt und berührt mit den Zehenspitzen den Boden. Das ähnliche Erleben, in diagonaler und nicht horizontaler Ausstreckung, beruht auf dem spannkräftigen Ausdehnen aus der Mitte des Rückens.

Die Übungen können einzeln oder miteinander kombiniert ausgeführt werden.

 

Sonnengruß – surya namaskara

Der Sonnengruß ist eine bekannte und sehr beliebte dynamische Übungsreihe aus dem Yoga. Der Name „Sonnengruß oder Sonnengebet“ steht mit den indischen Yogatraditionen in Verbindung, da diese Übung zu Ehren der Sonne, die mit dem freiheitlichen Geist assoziiert wird, praktiziert wird.
Der Sonnengruß existiert in verschiedenen Übungsabfolgen. Hier wird eine Variante des surya namaskara vorgestellt, die auf der Grundlage des von Sivananda entwickelten Sonnengrusses basiert, jedoch in einer weiter entwickelten Form von Heinz Grill, dem Begründer des Neuen Yogawillen.
Charakteristisch für den Sonnengruß ist die rhythmische und dynamische Abfolge von 12 Bewegungen oder Stellungen, die zu beiden Seiten, rechts oder links beginnend, ausgeführt werden.

Der Zyklus beginnt im entspannten Stand mit geschlossenen Beinen, die Hände werden in einer weiten Bewegung von außen nach innen geführt: Vor dem Herzen berühren sich die Handflächen im atmanjali-mudra.

1. Position Atmanjali-Mudra

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Das Rad – Cakrasana

Die Stellung des Rades offenbart eine Umstülpung des Körpers. Wie ein weiter Bogen spannt sich die Wirbelsäule auf und der Übende begibt sich in diese ungewöhnliche Position, in der nur die Hände und Füße oder sogar nur Zehenspitzen den Boden berühren. Die Spannkraft mündet vorallem in die Brustwirbelsäule. Mit aktivem Einsatz der Beine begibt sich der Übende vom Boden aus in die zunehmende Durchstreckung und Durchwölbung der Brustwirbelsäule.

Eine schwierigere Variante stellt das Rad mit gerade nach oben aus der Hüfte ausgestrecktem Bein dar. Das Ranziehen und Anheben des Beins in die Senkrechte erfordert ein präzises Gleichgewicht und eine hohe Konzentration.

Das Erleben und Empfinden von Farbe

Wie kann der Mensch das Erleben und Empfinden von Farbe entwickeln?

Die uns umgebende Welt, Erde und Kosmos, zeigen dem Menschen eine unglaubliche Fülle von Farben:
Das Blau des Himmels wechselt rhythmisch jeden Tag mit der Morgen- und Abendröte. In den Jahreszeiten, beginnend im Frühling erwacht die Natur in den herrlichsten Grüntönen und ersten gelben, weißen und rosafarbenen Blumen. Vermehrt zur Sommersonnenwende hin entstehen dann farbenreiche Blüten und Früchte, wie die rote Rose, der blaue Enzian und die gelb-rötlichen Äpfel oder blauen Pflaumen. Im Herbst wandelt sich das Bunte des Sommers in warme Gelb-, Rot- und Brauntöne, die besonders schön an den Laubbäumen zu sehen sind. Im Winter, der dunklen Jahreszeit, überzieht eine weiße Schneedecke die Erde und überdeckt das Grün und Braun der Erde bis zum nächsten Frühjahr.
Jedem Menschen sind wohl auch unterschiedliche Empfindungen oder Gefühlsstimmungen vertraut, die er beim Anblick des blauen Himmels, dem Betrachten eines grünen Waldes oder einer vom weißen Schnee bedeckten Landschaft, in der sich die Sonne in den Schneekristallen glitzernd reflektiert, fühlt.

Was ist Farbe im Verhältnis zu Licht und Dunkelheit?

Die Himmelsbläue

Die Morgen- und Abendröte

Geht man vom Menschen aus, wie er in die Natur hineingestellt ist, erlebt er am häufigsten das Blau des Himmels und die auf- und untergehende Sonne mit den unterschiedlichsten Rot- und Gelbfärbungen. Das Blau des Himmels erlebt der Mensch am Tag, wenn es hell ist und die Sonne auf die Erde scheint. Blickt er, vom Hellen aus, durch das Licht in die Dunkelheit und Schwärze des Weltalls, sieht er die Farbe blau. Er sieht nicht schwarz, sondern blau, weil sich um die Erde herum Luft befindet und diese von der Sonne beleuchtet ist.

„Finsternis durch Licht gesehen ist blau.“

Bei Sonnenaufgang ist es noch dunkel, da wo sich der Mensch befindet, und die Sonne kommt langsam herauf und schickt ihre Strahlen in die Wolken. Bei Morgenröte (und ebenso bei Sonnenuntergang) sieht der Mensch nicht die Sonne, sondern die von ihr beleuchteten Wolken. Er sieht Licht durch die ihn umgebende Dunkelheit, das sieht rot aus.

„Licht durch Finsternis gesehen ist rot.“

Rudolf Steiner bezeichnet diese Phänomene als die zwei Grundgesetze oder Prinzipien der Farbenlehre, die der Mensch einfach an der Umgebung ablesen kann. *1)

In dieser Gesetzmäßigkeit kommt gut zum Ausdruck, dass Licht oder Sonne und Finsternis oder Dunkelheit eine grundlegende Verbindung zur Farbe aufweisen.
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Eine Übung für die Seele – Betrachten einer Pflanze

Im Yoga gibt es viele Übungen, die die verschiedenen Wesensglieder des Menschen, zu denen die Seele gehört,  ansprechen. Unter dem Begriff „Wesenglieder“ kann man den physischen Körper als sichtbare Erscheinung, die Verbindung schaffende Seele mit ihren Kräften des Denkens, Fühlens und Wollens und den Geist, die schöpferische Gabe, das Ich-Selbst des Menschen verstehen. Diese Glieder wirken in einer harmonischen Einheit zusammen.

Was bedeutet nun eine Übung, in der die Seele angesprochen wird? „Eine Übung für die Seele – Betrachten einer Pflanze“ weiterlesen

Blüten – ihre Geste und der Sonnenlauf – Suryacarasana

Der Rhythmus der Jahreszeiten ist im Frühjahr schön zu beobachten: Während oben auf den Bergen, dem Wallberg und dem Hirschberg, allmählich der Schnee schmilzt und die grauen Felsen und grünen Hänge wieder zum Vorschein kommen, entfaltet sich weiter unten auf ca. 730 hm, ein buntes Farbenspiel der Blumen, Bäume und Sträucher.

Rote Blüte der Jostabeere
Sich öffnende Apfelblüte und Knospe
Zarte Blüte der Apfelbeere
Blütenstand Apfelbeere

Interesant zu beobachten ist die Geste des sich Offnens und Schließens, hier im Bild des Gänseblümchens, die sich ganz dem Sonnenlauf anpasst. „Blüten – ihre Geste und der Sonnenlauf – Suryacarasana“ weiterlesen

Blumen, Blüten und yoga – asana

Blumen und Blüten in den verschiedensten Formen und Farben begeistern und inspirieren den Menschen: Sie begegnen uns in der Natur, aber auch in zahlreichen Darstellungen künstlerischer und bildhafter Art. Die beliebten Pflanzenfarben werden aus ihnen gewonnen, aber auch vielfältige Heilwirkungen sind bekannt und mit vielen Mitteln erprobt. Edward Bach hat die Blüten besonders sorgfältig in Hinblick auf ihre seelischen Wirkungen auf den Menschen erforscht. „Blumen, Blüten und yoga – asana“ weiterlesen

Farb- und Lichtimpressionen am Tegernsee

Der Tegernsee liegt südöstlich von München an der Bayerischen Voralpenkette. Über 900 Meter ragt der Wallberg am südlichen Ufer in die Höhe und erfreut den Betrachter mit seiner pyramidalen Form im Gipfelaufbau.

Im Jahresverlauf können die unterschiedlichsten Farbspiele und Licht- und Schattenverhältnisse beobachtet werden: das Weiß des Schnees und einiger Wolken kontrastiert mit dem Blau des Wassers. Bei Windstille glättet sich die Wasseroberfläche und die umliegenden Berge und auch die Wolken am Himmel spiegeln sich horizontal (unteres Bild). Auch zeigt sich eine interessante Raumperspektive: nicht zweidimensional und flächig, sondern in die Tiefe öffnet sich der Blick Richtung Norden.