Corona – Neue Perspektiven denken

Weit öffnet sich das Gänseblümchen dem Umkreis – in der Angst erlebt sich der Mensch eng

Die Welt scheint still zu stehen – Es lag wohl außerhalb unserer Vorstellungen, dass das öffentliche Leben, soziale Kontakte und Beruf soweit eingeschränkt werden können, dass das ganze alltägliche Leben aus den Fugen gerät.


Wie entsteht ein größerer Blickwinkel?

Jeder Mensch steht gerade vor besonderen und sehr unterschiedlichen  Herausforderungen, da die sozialen Kontakte zur Familienangehörigen, Freunden und Bekannten stark beschnitten sind oder es für viele in der Familie auch „eng“ werden kann. Die beruflichen Situationen ändern sich drastisch, sei es durch Wegfall der Arbeit, Überbelastung in den Bereichen, die die gesundheitliche und existenzielle Versorgung gewährleisten müssen oder die Veränderung zum Home-Office.Hinzu kommen für viele Menschen wirtschaftliche und existenzielle Probleme, die mit fortschreitender Dauer des sog. Shut-Down, zu Sorge und Ängsten führen können. Die Ängste werden leider auch durch eine einseitige Medienberichterstattung geschürt, die nur Infiziertenzahlen und Tote angibt; es fehlen  Zeitangaben, Gesunde mit überwundenen Infektionen, Alter und Vorerkrankungen usw.), Relationen zu anderen Krankheiten und Todesfällen und eine Einordnung von CoVid-19 aus einem größeren Blickwinkel (als Anhaltspunkt: täglich sterben etwa 150.000 Menschen weltweit, alle 5 Sekunden verhungert ein Kind, bezogen auf Deutschland/ Jahr: über 600.000 Menschen versterben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs, über 20.000 an sog. Krankenhauskeimen). Fachkundige außerhalb des RKI werden oft unangemessen kritisiert, und zwar weniger fachlich als dass die Person abqualifiziert wird.
Ein objektiverer Blick aus verschiedenen Blickwinkel und kontroversen Ansichten würde aber dazu beitragen, das ganze komplexe Geschehen besser zu begreifen. Durch eine Objektivierung könnte sich der Mensch dem Geschehen besser gegenüberstellen, während er durch Angst wie hineingezogen wird. Wenn mehr ein Gegenüber erlebt wird, können aus einer ruhigeren Beobachtung und Wahrnehmung, besser eigenständige Gedanken erwogen werden und mögliche Handlungen erfolgen.
Gerade die aktive, eigene Auseinandersetzung stärkt den Menschen psychisch und physisch.


In welchem Zusammenhang steht das Immunsystem mit der eigenständigen Bewusstseinsaktivität des Menschen?
Wie kann das Immunsystem gestärkt werden?
Was ich beobachten konnte, ist eine Sphäre der Angst und Enge und auch viele Tendenzen zum Rückzug, da ja die freudigen Kontakte zu den Menschen durch Kontaktverbote und Abstandsregelungen bis hin zur Mobilität stark eingeschränkt sind, sofern man sich daran halten will. Angst wirkt bekanntermaßen schwächend auf den Menschen.
Was kann aus einer ganzheitlichen Sicht des Yoga, das den Menschen als ein seelisch-geistiges Wesen sieht, und nicht nur als körperliches, wie es von den Virologen und Politikern gedacht ist, gesagt werden?
So wie ein Virus ein Fremdkörper ist, der fremdes Eiweiß im Körper aufbaut und vom Immunsystem erkannt und bewältigt werden muss, kann man fragen, was lebt an Fremden im Menschen? Für den Menschen fremd sind, auf der Ebene des Bewusstseins: Meinungen, Ansichten, Gedanken, Suggestionen, Manipulationen und Lügen, die er passiv in sich hineinnimmt oder die auch ganz ungesehen und unbemerkt aufgenommen werden. Derzeit ist das Maß an einseitigen Informationen, Angstmache und  Suggestion besonders intensiv. Auch die strikten gesetzlichen Anordnungen mit ihren Strafen, der weitgehenden Aufhebung der Grundrechte, sind „von oben“ angeordnet und greifen in das Selbstbestimmungsrecht des Menschen ein. Eine interessante Frage ist, entsteht eine virale Krankheit von selbst und welche Ursachen setzt der Mensch?
Durch eine gesunde und mutige Auseinandersetzung mit klaren Gedanken und möglichst objektiv, sozusagen dem Feind ins Auge zu schauen, kann eine eigene Anschauung gebildet werden, die sich langsam – wie beim Erlernen einer Sprache – in den Menschen hinein gliedert als etwas eigenes, selbst Errungenes. Was fremd ist, kann ausgeschieden werden.Dieser aktiv durch Beobachtung, Wahrnehmung und Fragestellung geleistete Prozess stärkt das Immunsystem und die psychische Spannkraft.


Wer gestaltet die Zukunft?

Wichtig erscheint mir auch sich Gedanken zu machen, welche Perspektiven sollen für die Zukunft geschaffen werden? Wie wollen wir als Menschen auf der Erde leben? Wie kann ein idealeres Miteinander aussehen? Welche Werte wollen wir entwickeln? Was ist wirklich wichtig? Was hat sich als untauglich erwiesen und gehört ausgesondert wie der parasitäre Virus?
Es ist, glaube ich, recht deutlich, dass wir an einem Wendepunkt stehen und es zeigen sich die nicht brauchbaren Modelle eines materialistischen, egoistischen und auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Lebens.
Jeder einzelne Mensch kann in weiten über das Persönliche hinausgehenden Horizonten denken und neue Perspektiven schaffen, gerade in dieser Möglichkeit drückt sich die Schöpferkraft des Menschen aus.Oder will sich der Mensch selbst aufgeben und die Zukunft anderen überlassen wie dem Staat, der Politik, der Wirtschaft und den Kirchen?Was wird entstehen, wenn der Mensch nicht selbst denkt und lenkt? Welche Kräfte und Interesse bestimmen den Menschen dann? Die negativen Bilder können als Anregung dienen die Zukunft in einem Gegenbild zu denken: so kann aus Fremdbestimmung das Ideal der Selbstbestimmung erwachen.

Welche Werkzeuge braucht der Mensch?


Fähigkeiten oder „Werkzeuge“, das schöpferische Potenzial, ist in jedem Menschen angelegt, bedarf aber einer Schulung und kontinuierlichen Übung: eine gute möglichst objektive und der Wirklichkeit entsprechende klare Beobachtung, ein geordnetes Denken, das Lenken der Aufmerksamkeit und mit dieser länger an einem Objekt verweilen, innere Ruhe u.v.m.


Einige Übungen


In den Asanas führt das Bewusstsein, die konkrete Vorstellung, den Körper und dadurch entstehen schöne ästhetische Bewegungen und Formen. Etwas Neues entsteht von einem Gedanken ausgehend, während eine Routine oder Gewohnheit nicht am Gedanken ansetzt.
Einige Übungen wie das Sonnengebet und die Waage finden sich hier https://caroline-elsaesser.de/category/yogapraxis.

Beim Aufenthalt In der Natur bietet sich eine Seelenübung an, in dem eine Pflanze oder auch ein Berg, das bewegte Wasser oder die Lichtverhältnisse betrachtet werden: https://caroline-elsaesser.de/eine-uebung-fuer-die-seele-betrachten-einer-pflanze. Die Seelenkräfte, das Denken, Fühlen und Wollen brauchen wie die Muskulatur ein Training.
Und Asanas in schönster Ästhetik und Perfektion von Heinz Grill https://heinz-grill.de/category/videos-zu-den-yogauebungen/ (Skorpion, Handstand, Sonnengebet, Kosmisches Gebet, Pflug, Heuschrecke u.a.). Es ist auch sehr wertvoll, die Bewegungen in ihrer Leichtigkeit genau zu studieren, auch wenn manche Ausführung erst einmal außerhalb der persönlichen Möglichkeiten zu liegen scheint.


Was sind Ziele?

Ziele zu formulieren, sie zu bewegen und in die Tat umzusetzen, sind in Krisenzeiten besonders wichtig. Ziele können sein ein Tageskonzept zu erstellen, sich mit wirklich sinnvollen Inhalten zu beschäftigen, aber auch über das persönliche Leben hinaus zu denken auf welchen Werten z.B. das soziale Miteinander beruhen soll, wie der Nächste gefördert werden kann, und was ist das Gegenteil, was schadet dem Mitmenschen. Siehe auch meinen Artikel: Braucht der Mensch Ziele? https://caroline-elsaesser.de/braucht-der-mensch-ziele-im-leben.

So hoffe ich, dass möglichst viele Menschen sich dem Zeitgeist widersetzen können und beginnen eine neue Kultur zu denken, in der sich das Potenzial des seelisch-geistigen Menschen immer mehr entfalten kann und förderliche, günstige und auch gesunde Strukturen im Miteinander entstehen.