Die 12 heiligen Rauhtage

Die Zeit zwischen den Jahren, die zwölf Tage und Nächte zwischen Weihnachten und Heilig Dreikönig, war für viele Menschen immer eine besondere Zeit: altes Brauchtum berichtet vom Vertreiben der bösen Geister, dem Ausräuchern von Heim und Hof bis zu dem Glauben, in dieser Zeit keine Wäsche waschen und zum trocknen aufhängen zu dürfen und ist in vielen Büchern und überliefertem Wissen belegt.
Nun hat der heutige moderne Mensch meist mit den bösen Geistern nicht mehr viel am „Hut“, an deren Stelle sind Einflüsse wie Fremdbestimmung, Manipulation, Lüge, überzogener Konsum und überhöhte Anforderungen getreten, mit denen sich der Mensch das ganze Jahr plagen darf.
Wofür stehen nun diese Rauhtage? Wie kann sie der Mensch sinnvoll nutzen?
Das Gedicht „Die zwölf heiligen Rauhtage“ von Heinz Grill lädt ein die Stimmung dieser Zeit kennen zu lernen als ein unbesätes Feld, in das der Mensch seine Gedanken einsäen kann für das bevorstehende Jahr:

Licht,
kräftigendes, ätherisches Licht
unter der Himmelsbläue der karsten Wintertage.

Fruchtbare, fröstelnde Sphäre,
im Winterlichte glitzert
ein unbesätes Feld der Hoffnung,
das Jahr steht bevor.

Wir sind es,
die säen selbst
alle großen Gedanken
in das fruchtbringende Licht der Sphäre.

Gedicht von Heinz Grill,
Begründer des Neuen Yogawillen

Ich denke, dass es für den Menschen heute von großer Wichtigkeit ist sich konkrete Ziele zu setzen und so das Leben besser steuern und gestalten zu können.
Selbst denken als gedacht oder gelenkt zu werden, führt zu größerer Freiheit und Selbstbestimmung, die ja auch in unserem Grundgesetz in Art.2 verankert sind.
Dafür bedarf es aber erfahrungsgemäß einer eigenständigen Aktivität und Bemühung, um die gesetzten Ziele auch Schritt für Schritt umzusetzen.
Wer gerne Yoga übt kann dem Sonnengruß die zwölf Monate zugrunde legen: jede der 12 Positionen entspricht einem Monat. Die erste der 12 Positionen ist der Beginn im Dezember: die Hände werden im atmanjali-mudra an das Herz geführt, der Halbmond entspricht dem Januar usw. bis sich das Jahr mit dem November, dem Absenken der Arme und Rückkehr, rundet und ein neuer Jahreskreis beginnt.
Schön ist auch die Waage mit der Vorstellung eines weiten, freien und neuen Raums zu praktizieren, in den man sich horizontal – zuerst in das hintere Bein, dann die Arme nach vorne bei entspanntem Nacken – ausdehnt.
Die Fotos zum Sonnengruß und der Waage finden sich in früheren Beiträgen.

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