Der Mensch und das Kreuz

Welche Bedeutungen hat das Kreuz und in welcher Beziehung steht der Mensch zum Kreuz?

Gipfelkreuz am Hirschberg

 

Ägyptisches Kreuz – Ankh: Symbol für das Weiterleben nach dem Tod?

 

Rund um das Thema Kreuz gab es in letzter Zeit viel Bewegung und auch aufgeregte Diskussionen unter den Menschen.
Am 1.6.2018 ist in Bayern der viel diskutierte und polarisierende sog. Kreuzerlass in Kraft getreten:
„Im Eingangsbereich eines jeden Dienstgebäudes ist – als Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns – gut sichtbar ein Kreuz anzubringen.“
Die gesetzliche Regelung, die geändert wurde, ist die Allgemeine Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaates Bayern (AGO).

Das Kreuz als Ausdruck geschichtlicher und kultureller Prägung Bayerns?
Was kann man sich darunter vorstellen? „Der Mensch und das Kreuz“ weiterlesen

Das Erleben und Empfinden von Farbe

Wie kann der Mensch das Erleben und Empfinden von Farbe entwickeln?

Die uns umgebende Welt, Erde und Kosmos, zeigen dem Menschen eine unglaubliche Fülle von Farben:
Das Blau des Himmels wechselt rhythmisch jeden Tag mit der Morgen- und Abendröte. In den Jahreszeiten, beginnend im Frühling erwacht die Natur in den herrlichsten Grüntönen und ersten gelben, weißen und rosafarbenen Blumen. Vermehrt zur Sommersonnenwende hin entstehen dann farbenreiche Blüten und Früchte, wie die rote Rose, der blaue Enzian und die gelb-rötlichen Äpfel oder blauen Pflaumen. Im Herbst wandelt sich das Bunte des Sommers in warme Gelb-, Rot- und Brauntöne, die besonders schön an den Laubbäumen zu sehen sind. Im Winter, der dunklen Jahreszeit, überzieht eine weiße Schneedecke die Erde und überdeckt das Grün und Braun der Erde bis zum nächsten Frühjahr.
Jedem Menschen sind wohl auch unterschiedliche Empfindungen oder Gefühlsstimmungen vertraut, die er beim Anblick des blauen Himmels, dem Betrachten eines grünen Waldes oder einer vom weißen Schnee bedeckten Landschaft, in der sich die Sonne in den Schneekristallen glitzernd reflektiert, fühlt.

Was ist Farbe im Verhältnis zu Licht und Dunkelheit?

Die Himmelsbläue

Die Morgen- und Abendröte

Geht man vom Menschen aus, wie er in die Natur hineingestellt ist, erlebt er am häufigsten das Blau des Himmels und die auf- und untergehende Sonne mit den unterschiedlichsten Rot- und Gelbfärbungen. Das Blau des Himmels erlebt der Mensch am Tag, wenn es hell ist und die Sonne auf die Erde scheint. Blickt er, vom Hellen aus, durch das Licht in die Dunkelheit und Schwärze des Weltalls, sieht er die Farbe blau. Er sieht nicht schwarz, sondern blau, weil sich um die Erde herum Luft befindet und diese von der Sonne beleuchtet ist.

„Finsternis durch Licht gesehen ist blau.“

Bei Sonnenaufgang ist es noch dunkel, da wo sich der Mensch befindet, und die Sonne kommt langsam herauf und schickt ihre Strahlen in die Wolken. Bei Morgenröte (und ebenso bei Sonnenuntergang) sieht der Mensch nicht die Sonne, sondern die von ihr beleuchteten Wolken. Er sieht Licht durch die ihn umgebende Dunkelheit, das sieht rot aus.

„Licht durch Finsternis gesehen ist rot.“

Rudolf Steiner bezeichnet diese Phänomene als die zwei Grundgesetze oder Prinzipien der Farbenlehre, die der Mensch einfach an der Umgebung ablesen kann. *1)

In dieser Gesetzmäßigkeit kommt gut zum Ausdruck, dass Licht oder Sonne und Finsternis oder Dunkelheit eine grundlegende Verbindung zur Farbe aufweisen.
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